Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Beim 10. Wiener Nuklearsymposium am 20. September 2019 werden Fragestellungen rund um das Thema "Kernenergie im Klimawandel" behandelt.Der rasche Umstieg auf CO2-neutrale Technologien ist unbedingt notwendig, wenn die Folgen des Klimawandels noch einigermaßen überschaubar bleiben sollen. Kernenergie wird in diesem Zusammenhang oft als Teil der Lösung präsentiert. Auch wenn die Kernenergie als Industriezweig aus diesem Anlass weitere Investitionen lukrieren möchte, sind Effekte auf den Klimawandel in größeren Zusammenhängen zu hinterfragen und zu bewerten. Die Teilnahme am Nuklearsymposium ist kostenlos. Anmeldung

Umwelttipp der Woche

Silber ist nicht immer wertvoll - "Vorsicht Nanosilber!“
Nanoprodukte halten Einzug in die Supermärkte - ohne Kennzeichnungspflicht. Beliebt ist der Einsatz von desinfizierendem Nanosilber als Beschichtung von Textilien, Lebensmittelverpackungen, Waschmaschinen, etc. Nanosilber könnte bei Hautkontakt die hauteigene Flora schädigen - Hinweise auf eine erhöhte Umweltschädlichkeit bestehen ebenfalls. Einstweilen raten wir zur Vorsicht! Mehr ...

Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 6.6.2005

Utl.: Immer wieder Störfälle in Sellafield, Temelin und Co

Wien (RK). Der jüngste Störfall in der größten Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte radioaktive Brennstäbe in Sellafield an der Nordwestküste Englands zeigt wieder wie risikoreich die Gewinnung von Atomenergie ist. Bei diesem schockierenden Vorfall in Sellafield, sind in den letzten 10 Monaten 83.000 Liter (etwa die Hälfte des Inhalts eines Olympia- Schwimmbeckens) hochradioaktive Flüssigkeit aufgrund eines Lecks ausgetreten. Laut britischen Medienberichten sei der Unfall auf eine Verkettung technischen und menschlichen Versagens zurückzuführen und der schwerste Atomunfall in Großbritannien seit mehr als zehn Jahren. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) hat den Unfall auf ihrer siebenstufigen Skala (INES-Skala) zur Bewertung von Zwischenfällen mit Atomkraftwerken auf Stufe 3 eingereiht.

"Über die Auswirkungen auf die Umwelt kann zur Zeit nur spekuliert werden. Mit Sicherheit kann jedoch festgestellt werden, dass sowohl in der Wiederaufbereitungsanlage Sellafield als auch bei allen veralteten Atomkraftwerken, das Risiko durch Verschleißerscheinungen extrem erhöht wird", betont die Wiener Umweltanwältin Dr. Andrea Schnattinger.

Zwtl.: 78. Störfall in Temelin

Ende Mai ereignete sich in Temelin Störfall Nummer 78. Leider haben die Pressemeldungen über Störfalle in Temelin fast schon Gewohnheitscharakter. Auch dieser Zwischenfall ereignete sich aufgrund von Materialermüdung. 3.000 Liter Kühlwasser traten aus, woraufhin der Reaktorblock abgeschaltet werden musste. Bereits im Dezember 2004 ereignete sich ein ähnlicher Zwischenfall in Temelin aufgrund von Materialermüdung - 20.000 Liter Kühlwasser traten aus.

Alle diese Vorfälle zeigen uns eindeutig, dass Verschleißerscheinungen aufgrund von Neutronenversprödung oder sonstiger Umwelteinflüsse das Risiko eines Reaktorunfalls stetig erhöhen. "Daher setzt sich die Umweltanwaltschaft in ihrer Funktion als Atomschutzbeauftragte für Wien gegen die Betriebsverlängerung von veralteten Kernkraftwerken, wie beispielsweise des AKW Paks in Ungarn, ein", informiert Dr. Schnattinger.

Zwtl.: Bewusstseinsbildung im Bereich der Alternativenergien

Die WUA setzt sich auf allen Ebenen für die Forcierung von erneuerbaren Energien ein und startet bereits das dritte Interreg- Projekt in diesem Bereich. Mit diesen Projekten soll speziell in den Regionen Wien und Bratislava eine verstärkte Bewusstseinsbildung zu den Themen "Strahlenschutz und erneuerbare Energien" geschaffen werden. Ein spezielles Anliegen ist uns die Bewusstseinsbildung bei Kindern und Jugendlichen. Daher haben wir im Rahmen des Interreg-Projektes "direct", Projektarbeiten mit drei verschiedenen Schulstufen in der Slowakei und in Österreich durchgeführt. Ebenso wurde eine Homepage in deutscher und slowakischer Sprache - speziell für Kinder von 8 bis 12 Jahren - zum Thema Strahlenschutz erarbeitet ( www.atom4kids.net/ ). "Das durchwegs positive Feed-back der SchülerInnen und die tollen Abschlussarbeiten haben uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", freut sich Dr. Schnattinger.

 

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